Workshops
Austauschen, reflektieren und neue Handlungsmöglichkeiten für den Wissenschaftsalltag entwickeln
Wissenschaft fordert mehr als Fachkompetenz.
Gute Selbstführung macht den Unterschied.
Reflexion und Austausch helfen, den eigenen Umgang damit weiterzuentwickeln.
Wissenschaftliche Arbeit ist anspruchsvoll. Unsichere Perspektiven, hohe Anforderungen, ständiger Vergleich und Bewertung können auf Dauer belasten.
Gerade deshalb sind Selbstführung und ein guter Umgang mit Druck, Unsicherheit und schwierigen Situationen wichtige Kompetenzen im Wissenschaftsalltag.
Meine Workshops unterstützen Wissenschaftler:innen dabei, ihren eigenen Umgang mit diesen Herausforderungen zu reflektieren und tragfähige Strategien für ihren Arbeitsalltag zu entwickeln.
Wie ich arbeite
✓ Meine Workshops leben von Eigenarbeit, Selbstreflexion und echtem Austausch:
Die Teilnehmenden erkunden, welche Annahmen, Bewertungen und Reaktionsmuster ihren Umgang mit den mentalen und emotionalen Anforderungen wissenschaftlicher Arbeit prägen – und entwickeln daraus neue Perspektiven für ihren wissenschaftlichen Alltag.
✓ Die Arbeit in der Gruppe macht deutlich, dass viele dieser Herausforderungen durch die Besonderheiten des Wissenschaftssystems bedingt sind:
Der Austausch mit anderen in ähnlichen Situationen macht sichtbar, dass viele dieser Herausforderungen nicht nur individuell, sondern strukturell bedingt sind. Er eröffnet neue Perspektiven und kann hilfreiche Netzwerke entstehen lassen.
✓ Meine Workshops geben keine Patentrezepte vor:
Die Teilnehmenden prüfen, was zu ihrer Situation, ihrer Arbeitsweise und ihren Rahmenbedingungen passt – und entwickeln daraus eigene Strategien.
Themen und Workshopkonzepte
Die folgenden Workshopbeschreibungen geben einen Überblick über mögliche inhaltliche Schwerpunkte. Gerne passe ich die Inhalte auf die spezifischen Bedarfe Ihrer Gruppe an.
Stress und mentale Stärke im wissenschaftlichen Kontext
Dieser Workshop unterstützt Wissenschaftler:innen dabei, ihre eigenen Stress- und Reaktionsmuster im wissenschaftlichen Alltag besser zu verstehen und mehr Handlungsspielraum im Umgang mit Druck, Unsicherheit und Bewertung zu entwickeln — damit Stress die eigene Arbeit weniger stark beeinträchtigt und sie ihre Projekte auch unter anspruchsvollen Bedingungen fokussiert weiterführen können.
Die zentrale Frage ist:
Wie entstehen Stressreaktionen im Zusammenspiel von Situation, Bewertung und Reaktion – und wie lässt sich dieser Prozess so beeinflussen, dass die daraus entstehende Belastung spürbar sinkt?
Typische Inhalte sind:
- das Zusammenspiel von äußeren Anforderungen und eigenen Bewertungen verstehen
- eigene Denk- und Bewertungsmuster erkennen (z. B. Perfektionismus, hohe Ansprüche, Vergleich)
- typische mentale Stressverstärker im wissenschaftlichen Kontext identifizieren und einordnen
- eigene Ressourcen und Strategien im Umgang mit Stress erkennen und reflektieren
- Ansatzpunkte entwickeln, um Stressreaktionen frühzeitig zu erkennen und bewusster darauf zu reagieren
Ziel ist, dass Teilnehmende ihren Stress besser einordnen, die zugrunde liegenden mentalen Prozesse verstehen und gezielter damit umgehen können – sodass sie auch unter Druck stabil arbeiten und ihre Projekte fokussiert weiterführen können.
Hohe Arbeitsbelastung im Wissenschaftsalltag bewältigen
Dieser Workshop unterstützt Wissenschaftler:innen dabei, mit der in der Wissenschaft allgegenwärtigen hohen Arbeitsbelastung wirksamer umzugehen und gezielt an den Stellen anzusetzen, die die Bewältigung ihrer Aufgaben besonders erschweren – damit sie auch in arbeitsintensiven Phasen handlungsfähig bleiben, ihre zentralen Projekte voranbringen und anhaltender Überlastung vorbeugen können.
Die zentrale Frage ist:
Wie kann ich bei hoher, komplexer und sich verändernder Arbeitsbelastung den Überblick behalten, sinnvolle Entscheidungen treffen und handlungsfähig bleiben – ohne dass der Druck überhandnimmt?
Typische Inhalte sind:
- die eigene Arbeitsbelastung reflektieren und erkennen, welche Aufgaben und Anforderungen besonders viel Kapazität beanspruchen
- unterscheiden, wie Arbeitsmenge, inhaltliche Komplexität, wechselnde Anforderungen sowie individuelle Arbeits- und Reaktionsmuster zur erlebten Belastung beitragen
- persönliche Engpässe identifizieren, die den Umgang mit den anstehenden Aufgaben erschweren
- auch in arbeitsintensiven und dynamischen Phasen den Überblick behalten, Prioritäten setzen und angemessene Qualitätsmaßstäbe wählen
- mit Druck und dem Gefühl, nicht alles schaffen zu können, so umgehen, dass Denken, Entscheiden und Handeln weiterhin möglich bleiben
- passende Strategien entwickeln und ihre Umsetzung unter wechselnden Bedingungen im eigenen Arbeitsalltag vorbereiten
Ziel ist, dass Teilnehmende ihre Arbeitsbelastung differenzierter wahrnehmen und einordnen, individuelle Engpässe schneller erkennen und auch unter hohen und wechselnden Anforderungen entscheidungs- und handlungsfähig bleiben – sodass sie ihre Kapazitäten gezielt einsetzen, zentrale Aufgaben und Projekte voranbringen und anhaltender Überlastung vorbeugen können.
Grenzen im Wissenschaftsalltag setzen
Dieser Workshop unterstützt Wissenschaftler:innen dabei, ihre Prioritäten, Zuständigkeiten und Kapazitäten klarer zu erkennen und Grenzen im wissenschaftlichen Alltag wirksamer zu vertreten — damit sie ihre Zeit und Energie gezielter einsetzen und zentrale Aufgaben auch unter hoher Arbeitsdichte besser schützen können.
Die zentrale Frage ist:
Was gehört wirklich in die eigene Verantwortung, was hat Priorität, was ist realistisch leistbar – und wie lässt sich das deutlich und konsequent vertreten, wenn Erwartungen von außen dem entgegenstehen?
Typische Inhalte sind:
- eigene Prioritäten, Zuständigkeiten und Kapazitäten klären
- Anforderungen und Erwartungen einordnen und realistisch einschätzen, was unter den gegebenen Bedingungen leistbar ist
- typische innere Dynamiken erkennen, die das Setzen von Grenzen erschweren (z. B. hohe Ansprüche, Anpassung, Unsicherheit)
- Kommunikationsstrategien zum Setzen und Vertreten von Prioritäten und Grenzen reflektieren
- konkrete Strategien entwickeln, um Grenzen im Arbeitsalltag wirksam umzusetzen und aufrechtzuerhalten
Ziel ist, dass Teilnehmende ihre Kapazitäten realistisch einschätzen und gezielt für ihre Prioritäten einsetzen können, sodass sie ihre Aufgaben konsequent bearbeiten und Überlastung reduzieren können.
Mit Feedback, Bewertung und Rückschlägen umgehen
Dieser Workshop unterstützt Wissenschaftler:innen dabei, schwierige Rückmeldungen und Rückschläge differenzierter einzuordnen und ihre Wirkung auf Motivation, Selbstwahrnehmung und Arbeitsfähigkeit besser zu regulieren — damit sie ihre Projekte auch nach belastenden Bewertungssituationen gezielter weiterverfolgen können.
Die zentrale Frage ist:
Warum treffen Kritik und Ablehnungen manchmal so stark – und wie lässt sich damit umgehen, dass sie die eigene Arbeit nicht unnötig beeinträchtigen?
Typische Inhalte sind:
- einordnen, welche Rolle Bewertung und Vergleich im wissenschaftlichen Kontext spielen und wie entsprechende Rückmeldungen zu verstehen sind
- verstehen, wie Kritik, Feedback und Ablehnungen wirken – und welche Rolle das eigene Selbstverständnis dabei spielt
- typische eigene Denk- und Reaktionsmuster im Umgang mit Feedback erkennen und einordnen
- anhand konkreter Situationen (z. B. Reviews oder Gespräche) den Umgang mit Kritik reflektieren und neue Handlungsoptionen entwickeln
- übergreifende Strategien entwickeln, um mit Kritik, Feedback und Ablehnungen so umzugehen, dass sie die eigene Arbeit weniger beeinträchtigen
Ziel ist, dass Teilnehmende Feedback, Kritik und Ablehnungen differenzierter einordnen und souveräner damit umgehen können– sodass sie ihre Projekte auch nach Rückschlägen zielgerichtet weiterverfolgen können.
Navigating German Academia (für internationale Wissenschaftler:innen)
Das deutsche Wissenschaftssystem ist komplex und für internationale Wissenschaftler:innen oft schwer zu durchschauen. Der Workshop vermittelt Orientierung zu Strukturen, Karrierewegen und wichtigen Rahmenbedingungen – damit die Teilnehmenden ihre Möglichkeiten besser einordnen, vorhandene Angebote gezielter nutzen und sich sicherer im deutschen Wissenschaftsalltag bewegen können.
Die zentrale Frage ist:
Wie funktioniert das deutsche Wissenschaftssystem – und was muss ich wissen, um mich darin gut orientieren und fundierte Entscheidungen für meinen weiteren Weg treffen zu können?
Typische Inhalte sind:
- zentrale Strukturen und Besonderheiten des deutschen Wissenschaftssystems verstehen
- Karrierewege, Beschäftigungsbedingungen und berufliche Optionen nach der Promotion einordnen
- Forschungslandschaft, Fördermöglichkeiten und Unterstützungsangebote kennenlernen
- kulturelle Besonderheiten und häufig unausgesprochene Erwartungen im deutschen Wissenschaftsalltag reflektieren
Ziel ist, dass internationale Wissenschaftler:innen sich schneller im deutschen Wissenschaftssystem orientieren und ihre Möglichkeiten besser einordnen können, sodass sie vorhandene Angebote gezielter nutzen und sich sicherer im Wissenschaftsalltag bewegen können.
Dieser Workshop ist auch als Kurzvortrag (ca. 90 Minuten) buchbar.
Formate und Rahmenbedingungen
Dauer
In der Regel ein Ganztagesworkshop mit bis zu 7 Arbeitseinheiten à 45 Minuten; mehrtägige Formate oder die Kombination mit Einzelcoachings sind nach Absprache möglich.
Teilnehmende
max. 12 oder nach Absprache
Sprache
Deutsch oder Englisch
Methoden
Selbstreflexion, interaktive Übungen, Austausch, Diskussion und fachliche Impulse
Durchführung
online, in der Regel via Zoom; Präsenzformate sind nach Absprache ggf. möglich
Die Workshops sind flexibel auf Zielgruppe, Anlass und institutionellen Kontext anpassbar.
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